Deutscher Afrikahandel 2018 enttäuscht

Nairobi (GTAI) - Deutschland tut sich in Afrika unverändert schwer, vor allem bei den Exporten. Die Ursachen sind vielfältig. Eine kritische Diskussion täte gut, ein "Weiter so wie bisher" nicht.

  • © Getty Images/StockFinland

Der deutsche Außenhandel konnte 2018 um 4,2 Prozent zulegen, so die noch vorläufigen Zahlen des Statischen Bundesamtes. Das sind zwar drei Prozentpunkte weniger als noch ein Jahr zuvor, aber dennoch ein Zuwachs, der sich sehen lassen kann. Dabei legten die Importe mit 5,7 Prozent fast doppelt so viel zu wie die Exporte mit 3,0 Prozent. Anders der Handel mit Afrika, der insgesamt enttäuschte und um 1,6 Prozent zurückging. Unterschieden nach Ex- und Importen war das Bild aus deutscher Sicht noch ernüchternder: Um 11,0 Prozent fielen die deutschen Exporte zurück, während die Importe immerhin um 10,0 Prozent zulegten. Aus handelspolitischer Sicht positiv anzumerken ist derweil, dass sich Ex- und Importe 2018 mit 22,6 Milliarden Euro beziehungsweise 22,5 Milliarden Euro wohl erstmalig die Waage halten. Dennoch: Afrika ist trotz erhöhter politischer Aufmerksamkeit aus Sicht eines deutschen Exporteurs insgesamt gesehen noch unwichtiger geworden, als es ohnehin schon war. Gingen 2017 noch 2,0 Prozent aller deutschen Exporte nach Afrika, so waren es 2018 nur noch 1,7 Prozent - ein neuer Negativrekord.

Zurück