Namibia

WIRTSCHAFTSTRENDS

Johannesburg (gtai) - Namibias Wirtschaft dürfte in den kommenden Jahren stabil wachsen. Für 2014 werden etwa 6,1% BIP-Wachstum prognostiziert. Die wichtigen Impulse setzen Großprojekte wie die Husab-Uranmine und das Kudu-Gaskraftwerk. Auch der Hafenausbau in Walvis Bay und die geplante Trans-Kalahari-Railway erfordern Milliardeninvestitionen. Vor der Küste wird die Erdölexploration fortgesetzt
und könnte bei positiven Ergebnissen das Wachstum weiter anheizen.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts

Namibias Wirtschaft befindet sich auf einem gesunden Wachstumspfad und dürfte 2013 um etwa 4,2% expandieren. 2014 soll sich die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sogar auf ein Plus von 6,1% beschleunigen. Auch der weitere Blick in die Zukunft sieht rosig aus, und die Economist Intelligence
Unit (EIU) erwartet für die Jahre 2014 bis 2016 ein durchschnittliches Wachstum von
6,4%. Etwas verhaltener schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) die Konjunkturentwicklung Namibias ein, prognostiziert aber für den gleichen Zeitraum ebenfalls stabile Zuwachsraten von durchschnittlich 4,2%.

Beobachter erwarten, dass Namibia seinen insgesamt wirtschaftsfreundlichen Kurs auch künftig fortsetzt, insbesondere nachdem der als moderat eingestufte derzeitige Premierminister Hage Geingob der Spitzenkandidat der amtierenden Regierungspartei South West Africa People’s Organization (SWAPO) für die 2014 anstehenden Präsidentschaftswahlen wird. Aufgrund der politischen Dominanz der SWAPO-Partei gilt damit als ziemlich sicher, das Geingob 2014 die Amtsgeschäfte als Staatspräsident übernehmen wird.

Kernstück der künftigen Regierungspolitik ist der National Development Plan 4 (NDP4), welcher die politischen Zielsetzungen und Entwicklungsplanung für die Jahre 2013 bis 2017 formuliert. Angestrebt wird dabei ein jährliches Wirtschaftswachstum von 6% durch Konzentration auf die Schwerpunktbranchen Logistik, Landwirtschaft, Tourismus und produzierendes Gewerbe. Zur Industrialisierung des Landes soll im Bereich der Produktion vor allem auf die Nahrungsmittelverarbeitung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen gesetzt werden. Insgesamt avisiert der NDP4 ein Investitionsvolumen von 187 Mrd. NAD (rund 23 Mrd. US$), insbesondere durch Public Private Partnership (PPP), und gilt als deutlich fokussierter und konkreter als die Vorgängerpläne.

Eine Gefahr für die Konjunkturentwicklung geht von der gegenwärtigen Dürreperiode aus. In der letzten Regenzeit 2012/13 hat es in Namibia kaum Niederschlag gegeben, sodass viel davon abhängt, wie die Niederschlagsmenge in der anstehenden Regenperiode 2013/2014 ausfallen wird.

Hart betroffen ist bereits die Landwirtschaft; der Zustand der Weideflächen ist dürrebedingt so schlecht, dass die Viehzüchter durch Notverkäufe und -schlachtungen ihre Bestände schon drastisch reduzieren mussten. Hierdurch drohen negative Auswirkungen auf den fleischverarbeitenden Sektor, da für die nächsten drei Jahre nur wenige Rinder an die Schlachtereien geliefert werden können. Auch der Bergbau dürfte bei anhaltender Trockenheit negativ von der Wasserknappheit betroffen werden.

Portal Afrika

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Auf der Website Portal.Afrika berichten Germany Trade & Invest und die Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika (AHK Südliches Afrika) in einem gemeinsamen Projekt über Wirtschaft und Märkte in Subsahara-Afrika. Portal.Afrika betrachtet branchen- und länderspezifisch das Wirtschaftsgeschehen im Subsahara-Afrikaraum, liefert Marktprognosen und detaillierte Fakten über Projekte und Ausschreibungen, informiert über Veranstaltungen sowie über wirtschaftliche Hintergründe. 

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