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Tödlicher Machtkampf

06.02.18 AHK Süd-Afrika - News-Hauptkategorie


In Mosambik ist Dezentralisierung seit über 20 Jahren ein Feld harter politischer Konfl ikte. Die Opposition erhoff t sich dadurch mehr politische Macht, insbesondere in den Regionen, wo sie die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich weiß, schreiben Friedrich Kaufmann, von der Deutschen Auslandshandelskammer in Maputo und der freiberufl iche Berater Winfried Borowczak.

Nach den Parlamentswahlen 2014 gewann mit der Dezentralisierung ein anscheinend rein administratives Problem erneut enorme politische Brisanz. Die größte Oppositionspartei, die Renamo, forderte, dass sie selbst – und nicht mehr der Staatspräsident – die Gouverneure in jenen zentralmosambikanischen Provinzen ernennen könne, in denen sie die Stimmenmehrheit bei den Parlamentswahlen erzielt hatte. Die Regierung lehnte dieses kategorisch ab. Daraufhin entbrannte wieder ein „kleiner Krieg“ zwischen bewaffneten Kräften der Renamo und Sicherheitstruppen der seit 1975 das Land beherrschenden Frelimo-Regierung. Mosambik war zwischenzeitlich auf dem Weg in einen scheiternden Staat (siehe dazu Kaufmann/Borowczak in E+Z/D+C e-Paper 2017/6, S. 20, sowie Kasten, S. 22). 
[Seite 20] E+Z e-Paper Januar 2018


Von Winfried Borowczak und Friedrich Kaufmann