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Südafrika buhlt um Investitionen

25.06.18 AHK Süd-Afrika - News-Hauptkategorie, Global AHK News

Johannesburg (GTAI) - Südafrika wirbt mit der Botschaft eines Neubeginns um die Gunst ausländischer Investoren. Korruption und der Zerfall staatlicher Institutionen hatten das Investorenvertrauen stark erschüttert. Die Wirtschaft geriet in eine Abwärtsspirale. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa macht sich nun an die Aufräumarbeiten und bringt wieder Zuversicht ans Kap. Wie Stimmen von Wirtschaftsvertretern zeigen, dürfte Südafrika auch bei deutschen Unternehmen an Attraktivität gewinnen.

Der neue Staatspräsident Südafrikas, Cyril Ramaphosa, geht auf Investorenfang. In den kommenden fünf Jahren sollen Neuinvestitionen mit einem Volumen von 100 Milliarden US-Dollar (US$) für die Kaprepublik gewonnen werden. Dazu sollen vier Sonderbeauftragte im In- und Ausland für die Geschäftsmöglichkeiten in Südafrika Werbung machen. Die Offensive ist Teil eines umfassenden Maßnahmenbündels, mit dem Ramaphosa einen wirtschaftlichen Neuanfang für Südafrika herbeiführen will. Dabei steht der Hoffnungsträger allerdings vor einem schwierigen Erbe. Sein Amtsvorgänger Jacob Zuma stürzte das Land in eine schwere Krise.

So wurde das Bonitätsranking der Kaprepublik von Standard & Poor's und Fitch auf Ramschstatus herabgestuft. Die von einem schweren Vertrauensverlust erfassten Unternehmen traten in einen Investitionsstreik. Der Index für das Konsumentenvertrauen blieb so lange im negativen Bereich wie seit 1985 nicht mehr, als sich Südafrika wegen des Apartheidkonfliktes im Ausnahmezustand befand. Das Wirtschaftswachstum erreichte in den vergangenen drei Jahren nur einen Durchschnitt von 1,1 Prozent. Aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums sank das Pro-Kopf-Einkommen und die Arbeitslosigkeit stieg im Jahresdurchschnitt 2017 auf 27,5 Prozent. [Mehr...]