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Südafrika buhlt um Investitionen

07.06.18 AHK Süd-Afrika - News-Hauptkategorie


Johannesburg (GTAI) – Südafrika startet ein Anwerbungsprogramm für Investitionen. Dabei soll die Botschaft eines Neubeginns transportiert werden. Korruption und der Zerfall staatlicher Institutionen hatten das Investorenvertrauen stark erschüttert. Die Wirtschaft geriet in eine Abwärtsspirale. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa macht sich nun an die Aufräumarbeiten und bringt wieder Zuversicht ans Kap. Wie Stimmen von Wirtschaftsvertretern zeigen, dürfte Südafrika auch bei deutschen Unternehmen an Attraktivität gewinnen.

Geschäftsklima verbessert sich spürbar / Deutsche Unternehmen sind von der Zukunft des Standorts überzeugt

Südafrikas neuer Staatspräsident Cyril Ramaphosa geht auf Investorenfang. In den kommenden fünf Jahren sollen Neuinvestitionen mit einem Volumen von 100 Milliarden US-Dollar (US$) für die Kaprepublik gewonnen werden. Eigens dafür wurden vier Sonderbeauftragte ernannt, um im In- und Ausland die
Geschäftsmöglichkeiten in Südafrika zu bewerben. Eine hochrangige Delegation aus südafrikanischen Vertretern will dabei auch Deutschland besuchen. Für August oder September 2018 ist in Südafrika zudem eine große internationale Investmentkonferenz geplant.

„Deutsche Firmen sind auf der Suche nach interessanten Investitionsstandorten. Aufgrund des politischen Wandels in traditionellen Märkten hat Südafrika ein großes Potenzial, sich als attraktives Investitionsziel zu positionieren. Der neue Staatspräsident Cyril Ramaphosa steht für eine verlässliche Wirtschaftspolitik, die internationalen Investoren eine sichere Basis für ihr Engagement in Südafrika bieten soll. Des Weiteren bietet Südafrika als Ausgangspunkt einen attraktiven Zugang zu den wachsenden Märkten in Subsahara-Afrika.“
Frank Aletter, Stellvertretender Geschäftsführer AHK Südliches Afrika

Die Offensive ist Teil eines umfassenden Maßnahmenprogramms, mit dem Ramaphosa einen wirtschaftlichen Neuanfang für Südafrika herbeiführen will. Dabei steht der Hoffnungsträger allerdings vor einem schwierigen Erbe. Sein Amtsvorgänger Jacob Zuma stürzte das Land in eine schwere Krise. Die Zuma-Ära wird für immer mit dem Begriff State Capture in Verbindung stehen. Mit diesem Begriff bezeichnen Südafrikaner die ausufernde Korruption der vergangenen Jahre. Der Staat wurde durch private Interessengruppen regelrecht unterwandert.

Integrität staatlicher Institutionen gezielt beschädigt

Im Mittelpunkt stand der indisch-stämmige Unternehmerclan der Guptas. Dieser schwang sich durch enge Verbindungen zur Familie Zumas zu einer Art Schattenregierung auf.  Regierungspolitiker und Führungskräfte der großen Staatsunternehmen gingen im Johannesburger Anwesen der Guptas ein und aus. So fädelten die Guptas nicht nur eine Reihe von dubiosen Deals zu ihren Gunsten ein, sondern nahmen auch Einfluss auf Kabinettsbesetzungen.  [Mehr]