Mit Digitalisierung zu mehr Exporten aus Afrika – Wirtschaftsdelegation aus Südafrika beim 52. BME-Symposium Einkauf und Logistik in Berlin

16.11.17 AHK Süd-Afrika - News-Hauptkategorie

Berlin, 06. November 2017

Die Deutsche Industrie und Handelskammer für das südliche Afrika (AHK) in Kooperation mit der Strategischen Partnerschaft Digitales Afrika sowie dem südafrikanischen Wirtschaftsministerium (Department of Trade and Industry - DTI), organisiert in dieser Woche die Teilnahme einer südafrikanischen Wirtschaftsdelegation am 52. Symposium Einkauf und Logistik in Berlin.

Für die Delegation geht es vor allem darum in Deutschland digitale Partnerschaften für den Einkauf von halbfertigen Gütern aus Südafrika einzugehen. Operative Einkaufsprozesse können heutzutage nahezu komplett digitalisiert. Der strategische Einkauf steuert und überwacht diese Prozesse dann nur noch. „Dieser Ansatz ist für uns ein innovativer Weg in die Zukunft“, sagte Jacob Moatshe, Wirtschaftsreferent der südafrikanischen Botschaft, bei einem Eröffnungsbriefing für die Delegation.

Der Digitalisierungsprozess ist bei den Unternehmen in Südafrika noch nicht angekommen, das Interesse an der Pilotveranstaltung ist groß. Im Rahmen des Deutschland Besuchs ist nicht nur ein Austausch mit den Stakeholder wie dem Bundesverband für Einkauf, Logistik und Materialwirtschaft (BME), Exportcouncils sowie die GIZ, DEG und KfW. Geplant. Vielmehr soll im Rahmen des Deutschland Besuchs für exportfähige südafrikanische Güter deutsche Abnehmern identifiziert und digitale Absatzkanäle entwickelt werden. „Wir schaffen auf diesem Weg einen neuen digitalen Weg der Geschäftsanbahnung für mehr bilateral Partnerschaften. Insbesondere für südafrikanische Zulieferer in der Automobilindustrie, in der Elektrotechnik sowie der Metalverarbeitung bestehen Chancen für mehr Zusammenarbeit“, sagte Frank Aletter, stellv. Geschäftsführer der Deutsche Industrie und Handelskammer für das südliche Afrika in Berlin. Das Handelsdefizit zwischen Deutschland und Südafrika in den letzten Jahren konstant auf rund 3 Milliarden €, weshalb die Industrie- und Handelskammer sich aktiv für Unterstützung der südafrikanischen Exportaktivitäten einsetzt.

Hintergrundinformationen:
Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika

Seit 65 Jahren ist die Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika, bereits aktiver Bestandteil der bilateralen Beziehungen in der SADC-Region. Die AHK spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung erster Geschäftskontakte zwischen potentiellen Kunden in Deutschland und im südlichen Afrika. Die Kammer unterstützt, indem sie wertvolle Markt- und Länderinformationen sowie Rechts- und Steuerberatung anbietet und es ihren Mitgliedern ermöglicht an deutschen Messen teilzunehmen. Bislang profitieren mehr als 600 Mitglieder von den vielfältigen Kontakt- und Informationsmöglichkeiten. Im Laufe der Jahre hat die Handelskammer – die neben ihrem Sitz in Johannesburg auch Niederlassungen in Durban und Kapstadt eröffnet hat. In den letzten Jahren kamen Büros in Mosambik und nun Sambia hinzu.

Die AHK für das südliche Afrika arbeitet eng mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Deutschland zusammen. Gemeinsam unterstützen sie deutsche Unternehmen beim Ausbau ihrer Geschäftsbeziehungen im Ausland. Die Dachorganisation der IHKs ist der deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der die deutschen Auslandshandelskammern koordiniert und unterstützt. Außerdem verstärkt die Zusammenarbeit mit den deutschen Wirtschaftsverbänden die Beziehungen zwischen AHK, Unternehmen und Märkten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt die deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

52. BME-Symposium Einkauf und Logistik
Das Symposium steht unter dem Motto „Globale Netzwerke“, wird vom Bundesverband Materialwirtschaf, Einkauf und Logistik e.V. (BME) veranstaltet. 100 Referenten erläutern für 2.000 Fachteilnehmer die Megatrends in den Bereichen Einkauf, Logistik und Suppy Chain Management. Das Symposium wird am 8. November 2017, in Berlin feierlich eröffnet.

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